Wie alles anfing

Schon im Jahre 1917, als der Sozialverband Deutschland zunächst als Bund der Kriegsteilnehmer und Kriegsbeschädigten in Berlin gegründet wurde, verstand er sich als ein demokratischer und fortschrittlich-sozialer Interessenverband. Die Gründung eines Kriegsopferverbandes war die Reaktion darauf, dass erstmals in einem Krieg die Kriegsbeschädigung mit ihren negativen wirtschaftlichen und sozialen Folgen für die Betroffenen zum millionenfachen Massenschicksal wurde.

Nach 5 Jahren hatten sich 830.000 Mitglieder im Verband organisiert, die nicht nur für eine umfassende Versorgung der Opfer des 1. Weltkrieges, sondern insgesamt für den Aufbau einer sozialen und solidarischen Gesetzgebung eintraten und eine Politik für den Frieden forderten. Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten war ein Eigenleben des Verbandes nicht mehr möglich. Um der vollständigen Überführung in eine NS-Organisation zuvorzukommen, löste sich der Verband im April 1933 auf.

Viele Reichsbund-Funktionäre waren bereits der Verfolgung ausgesetzt

Erst im November 1946, nachdem die Vorbehalte der Besatzungsmächte gegen Kriegsopferorganisationen ausgeräumt waren, wurde der Sozialverband Reichsbund in Hamburg neu ins Leben gerufen, und die sozialpolitische Arbeit konnte wieder aufgenommen werden. Aus erfolgreicher Tradition und aus Gründen der Identifikation wurde der Name Reichsbund beibehalten.

Bereits zu Beginn des Jahres 1990, noch vor der Vereinigung der beiden deutschen Staaten, wurde im Gebiet der fünf neuen Bundesländer der Wiederaufbau des Sozialverbandes Reichsbund eingeleitet, der nach Kriegsende in der ehemaligen DDR nicht zugelassen war.

Heute tritt der Verband für Kriegs-und Wehrdienstopfer, für Behinderte, Sozialrentner, und Hinterbleibenden für mehr soziale Gerechtigkeit ein.

Soziale Gerechtigkeit kann keine Phrase sein. Wir versuchen, Gerechtigkeit konkret erlebbar zu machen.

Hierbei geht es nicht nur um angemessenen Wohlstand, sondern auch um Chancengleichheit  z.B. für Behinderte und sozial Benachteiligte.

Der Sozialverband Deutschland ist seit über 100 Jahren eine verlässliche Stimme für soziale Gerechtigkeit. Im Landesverband Schleswig-Holstein setzen wir uns tagtäglich dafür ein, dass niemand mit seinen Problemen allein bleibt.

Stationen des Ortverbandes Bönningstedt

1955           Gründung Ortsverband Bönningstedt

2025            70 Jahre SoVD in Bönningstedt